Selbstfürsorge für Mamas

Selbstfürsorge für Mamas

Warum sie so wichtig ist, uns trotzdem so schwerfällt – und wie sie wirklich gelingen kann 🙌

Hand aufs Herz:
Wenn du das Wort Selbstfürsorge hörst, was taucht da in deinem Kopf auf?

Eine Badewanne.
Eine Kerze.
Ein Glas Wein.
Ein gutes Buch.

Selbstfürsorge hat nicht unbedingt was mit Wellness zu tun

Das wäre so wunderbar. Und irgendwo im Hintergrund eine leise Stimme, die flüstert:
„Schön wär’s… aber dafür hab ich keine Zeit.“

Willkommen im echten Mama-Leben.
Und genau hier müssen wir mal ehrlich sein:
👉 Selbstfürsorge für Mamas hat mit Wellness oft erstaunlich wenig zu tun.

Sie ist kein Luxus, den sich nicht jeder leisten kann.
Kein Extra.
Und schon gar keine Belohnung, die man sich erst verdienen muss. Als ich meiner Schwester mal erzählte das ich mindestens ein Mal in der Woche ein entspanntes Bad nehme, sah sie mich ganz erstaunt an und sagte: „Du hast Zeit zum Baden?“ Ja und meine Antwort hat ihr nicht gefallen, denn ich sagte: „Die Zeit nehme ich mir, dafür sieht meine Küche am Abend nicht so perfekt aus wie deine!“ 😅 

Selbstfürsorge ist eine Haltung.
Eine Entscheidung, eine Entscheidung für dich selbst und deine Bedürfnisse, denn ganz ehrlich jeder von uns hat einen Tag der genau 24 Stunden lang ist, nicht mehr und nicht weniger!
Und ja – manchmal ist diese Entscheidung auch ziemlich unbequem.

In diesem Artikel schauen wir uns gemeinsam an:

  • was Selbstfürsorge einfach erklärt wirklich bedeutet
  • warum sie so wichtig ist und uns trotzdem so schwerfällt
  • wie Selbstfürsorge im Mama-Alltag aussehen kann
  • welche Rolle emotionale und mentale Selbstfürsorge spielen
  • und wie du anfangen kannst, ohne dein Leben komplett umzubauen

Mach’s dir bequem. Oder lies zwischen zwei „Mamaaa!“-Rufen.
Ich bin voll bei dir 💛

Was ist Selbstfürsorge einfach erklärt?

Selbstfürsorge bedeutet, dich um dich selbst zu kümmern.
Nicht irgendwann.
Nicht erst, wenn alles erledigt ist.
Sondern jetzt – mitten im echten Leben.

Selbstfürsorge heißt:

  • deine Bedürfnisse wahrzunehmen
  • deine Grenzen zu respektieren
  • Verantwortung für dein eigenes Wohlbefinden zu übernehmen

Und nein:
👉 Selbstfürsorge bedeutet nicht, egoistisch zu sein.
Sie bedeutet, ehrlich mit dir selbst zu sein.

Denn wenn du dauerhaft über deine Grenzen gehst, zahlt irgendwer die Rechnung.
Spoiler: meistens du.
Und irgendwann auch deine Familie.

Selbstfürsorge für Mamas: Warum sie so wichtig ist – und trotzdem so schwerfällt

Jetzt kommt der Teil, bei dem viele Mamas innerlich nicken und gleichzeitig seufzen.

Warum Selbstfürsorge so wichtig ist

  • Du bist das emotionale Zentrum deiner Familie
  • Deine Stimmung wirkt auf alle
  • Dein Stresslevel entscheidet oft über den Familienfrieden

Wenn es dir gut geht, profitieren alle.
Wenn du leer läufst, brennt irgendwann die Sicherung durch.

Warum sie uns so schwerfällt

  • Wir haben gelernt, zuerst für andere da zu sein
  • Wir setzen unsere Bedürfnisse ganz unten auf die Liste
  • Wir haben ein schlechtes Gewissen, wenn wir an uns denken
  • Mental Load lässt keinen Raum für Pausen

Viele Mamas funktionieren.
Aber sie fühlen sich dabei nicht lebendig, sondern erschöpft.

Und genau hier setzt echte Selbstfürsorge an.

Selbstfürsorge: Was gehört eigentlich alles dazu?

Selbstfürsorge ist viel mehr als eine einzelne Handlung.
Es gibt verschiedene Arten von Selbstfürsorge:

  • körperliche Selbstfürsorge
  • emotionale Selbstfürsorge
  • mentale Selbstfürsorge
  • soziale Selbstfürsorge
  • finanzielle Selbstfürsorge
  • spirituelle Selbstfürsorge

In diesem Artikel gehen wir bewusst nicht auf alle Bereiche ein.
Warum?
Weil sonst dein Kopf explodiert. Und meiner auch 😅

👉 Der Fokus liegt hier auf emotionaler und mentaler Selbstfürsorge.
Die anderen Bereiche bekommen garantiert ihre eigenen Artikel.

Emotionale Selbstfürsorge: fühlen statt unterdrücken

Emotionale Selbstfürsorge wirkt sich unmittelbar auf deine Gesundheit aus.
Sie richtet sich auf deine Gefühle – und ist untrennbar mit deinem Körper verbunden.

Gefühle wie:

  • Wut
  • Ärger
  • Überforderung
  • Traurigkeit

erzeugen Stress im Körper, Stress erzeugt Entzündungen und schwächt dein Immunsystem. So viele ernsthafte Erkrankungen fangen mit Entzündungen an wie Depressionen, Angststörungen, Endometriose und Multipler Sklerose, und sind deswegen nicht zu unterschätzen.

Und jetzt kommt etwas Wichtiges:
👉 Gefühle wollen gefühlt werden.

Unterdrückte Gefühle kosten unglaublich viel Kraft.
Sie verschwinden nicht.
Sie warten.
Und schießen früher oder später an die Oberfläche.

Jede Emotion will dir etwas sagen

Nicht analysieren.
Nicht bewerten.
Nicht wegdrücken.

Sondern zuhören.

Emotionale Selbstfürsorge in der Praxis

So simpel – und so ungewohnt:

  1. Benenne das Gefühl
    „Ich bin wütend.“
    Punkt. Kein Aber. Keine Erklärung.
  2. Erlaube ihm da zu sein
    Ohne Drama. Ohne Schuldgefühle.
  3. Atme
    Tief ein. Lang aus.
    Stell dir vor, du atmest das Gefühl aus.
  4. 90 Sekunden Regel
    Eine Emotion flacht nach etwa 90 Sekunden ab –
    wenn du sie nicht mit Gedanken weiter befeuerst.

Wichtig:
👉 Keine Analyse. Kein Gedankenkarrussell.
Sonst sitzt du fest.

Emotionale Selbstfürsorge bedeutet nicht, immer ruhig zu sein und so zu tun als ob alles in Ordnung sei, sag es ruhig auch vor deinen Kindern „Boah ich bin gerade so wütend!“ – damit zeigst du deinen Kindern wie du mit Gefühlen umgehst und das jedes Gefühl willkommen ist. Leider hab ich das in meiner Kindheit nicht gelernt und dachte ganz lange das ich nicht wütend oder traurig oder enttäuscht sein darf, oder zu mindestens nicht zeigen darf.
Emotionale Selbstfürsorge bedeutet, ehrlich zu fühlen.

emotionale Selbstfürsorge: gib deinen Gefühlen Raum, bevor sie sich selbst den Raum nehmen

Mentale Selbstfürsorge: Schluss mit dem Gedankenchaos

Kennst du dieses Gefühl, dass dein Kopf nie Pause macht?

Offene Aufgaben.
Unerledigte To-dos.
Ungesagte Konflikte.
Dauernde Planung.

Das nennt sich Mental Load – und er ist einer der größten Stressfaktoren für Mamas, in unserer sich immer schneller verändernden Welt.

Mentale Selbstfürsorge heißt: im Kopf aufräumen

Alles, was ungelöst ist, läuft im Hintergrund weiter.
Wie offene Tabs im Browser.
Irgendwann ist der Speicher voll.

Praxis-Tipp: Offene Tabs schließen

Der Gamechanger ist erstaunlich simpel:

👉 Schreib es auf.

  • Aufgaben
  • Gedanken
  • Sorgen
  • Konflikte

Sobald du etwas aufschreibst, holst du es aus deinem Kopf nach außen.
Dein Gehirn kann loslassen, heißt nicht das es dann ausgelöscht ist, du sagst deinem Gehirn mit dem Aufschreiben: „Das ist eine unerledigte Aufgabe, ich habe dich gehört, ich kümmere mich darum, später!“

Journaling als mentale Selbstfürsorge

Perfekt dafür:

  • morgens den Kopf leer schreiben
  • abends reflektieren
  • Gedanken sortieren

Nicht schön.
Nicht perfekt.
Einfach ehrlich.

Und wenn du es doch schön und strukturiert haben willst kann ich dir dieses Journal wärmstens empfehlen!

Denn dein Leben ist es wert in einem schönen Buch aufgeschrieben zu werden, wie diesem hier.

Und das Beste:
Erledigte Aufgaben verschwinden aus deinem Kopf –
auch wenn sie nur auf dem Papier stehen, das heißt du denkst nicht ständig daran, dein Gehirn weiß jetzt sie kümmert sich, sie hat es auf dem Schirm, ich muss sie nicht ständig daran erinnern.

Selbstfürsorge für Mamas: schreib deinen Kopf leer

Selbstfürsorge: Wie kann sie aussehen? Beispiele aus dem Mama-Alltag

Keine Theorie.
Hier kommt echtes Leben:

  • Nein sagen, ohne dich zu erklären
  • Eine Pause machen, bevor du völlig erschöpft bist
  • Gefühle zulassen, statt sie runterzuschlucken
  • Gedanken aufschreiben, statt nachts zu grübeln
  • Hilfe annehmen, auch wenn du „es alleine könntest“
  • Erwartungen an dich selbst hinterfragen

Selbstfürsorge ist oft leise.
Unauffällig.
Aber unglaublich wirksam.

Selbstfürsorge für Mamas: Was bringt sie wirklich?

Kurz gesagt: sehr viel.

  • mehr innere Ruhe
  • weniger Überforderung
  • bessere Gesundheit
  • mehr Geduld
  • mehr Verbindung zu dir selbst

Und ja:
Auch deine Kinder profitieren davon.
Denn sie lernen von dir, wie man mit sich selbst umgeht.

Was bedeutet Selbstfürsorge für mich?

Für mich bedeutet Selbstfürsorge nicht, abends mit Buch und Wein in die Badewanne zu steigen.
Kann schön sein. Muss aber nicht.

Für mich bedeutet Selbstfürsorge:

  • mich ernst zu nehmen
  • mich nicht ständig zu übergehen
  • Verantwortung für mein inneres Gleichgewicht zu übernehmen

Nicht perfekt.
Nicht jeden Tag.
Aber bewusst.

Selbstfürsorge für Mamas ist kein Luxus

Fazit: Selbstfürsorge ist kein Extra – sie ist die Basis

Selbstfürsorge für Mamas ist kein Trend, auch wenn das gerade so scheint.
Keine Phase.
Kein Luxus.

Sie ist die Grundlage dafür, dass du dein Leben nicht nur meisterst, sondern auch spürst.

Fang klein an.
Fang ehrlich an.
Aber fang an.

Du musst nicht alles ändern.
Aber du darfst anfangen, dich selbst wieder wichtig zu nehmen, denn wenn du das nicht tust, wer dann.

Bleib im Flow 💛

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