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Selbst gemachtes Eis

💛 ERFAHRUNGSBERICHT

Eis für Kinder selber machen: Wie wir vom täglichen Kühltruhen-Kampf zu unseren eigenen Sorten kamen

Eis selber machen mit Kindern ist bei uns ein Ritual
Eis für Kinder selber machen wird bei uns zum Küchen-Ritual — KI-generiertes Bild

Sie schmolz schneller, als ich schauen konnte.

Meine Tochter Mia stand vor mir, Waffel in der einen Hand, die andere schon klebrig bis zum Ellbogen, und fragte zum gefühlt hundertsten Mal in diesem Sommer: „Können wir nachher noch eins holen?“ Es war der dritte Kiosk-Besuch in vier Tagen. Ich hatte innerlich schon aufgehört zu zählen, wie viele bunte Verpackungen sich in unserem Mülleimer stapelten, und wie viele Male ich „ja, aber nur ein kleines“ gesagt hatte, obwohl ich wusste, dass „klein“ bei diesen Eis-am-Stiel-Sorten meistens trotzdem für einen ganzen Tag Zuckerration reichte. Wenn du gerade selbst mitten im Hochsommer mit einem eisverrückten Kind steckst, kennst du dieses Gefühl vermutlich: Diese leise Stimme im Kopf, die zwischen „Sommer ist Sommer, lass das Kind doch genießen“ und „Moment, was esse ich hier eigentlich jeden Tag mit durch“ hin und her pendelt.

Bei uns war es kein gelegentlicher Eisdielen-Besuch. Es war tägliche Routine, an manchen Tagen sogar zweimal. Wenn ich ehrlich bin, lag es nicht nur an Mia — auch ich griff bei 32 Grad im Schatten gerne selbst zum Gefrierfach. Aber als ich anfing, wirklich auf die Zutatenliste der Eis-am-Stiel-Packungen zu schauen, die bei uns im Tiefkühlfach lagen, wurde mir mulmig: Industriezucker gleich an zweiter oder dritter Stelle, dazu Verdickungsmittel, Emulgatoren, manchmal Farbstoffe, die ich nicht mal aussprechen konnte. Ein einzelnes Eis am Stiel war nicht das Problem. Das tägliche Muster war es.

Der Sommer, in dem ich anfing, genauer hinzusehen

Ich will hier kein Drama draus machen — niemand wird krank von einem Eis. Aber als ich anfing zu recherchieren, wie viel Zucker eigentlich pro Tag für ein Kind im Kindergartenalter empfohlen wird, fiel mir die Kinnlade runter. Der Berufsverband für Kinder- und Jugendärzte gibt als Faustregel aus: nicht mehr als 25 Gramm Zucker am Tag für Kinder — das sind etwa sechs kleine Teelöffel. Und für Kinder unter zwei Jahren wird empfohlen, zugesetzten Zucker komplett zu vermeiden. Ein einziges handelsübliches Fruchteis am Stiel kann allein schon zwischen 10 und 18 Gramm Zucker enthalten. Bei zwei Eis am Tag war die Tagesration bei uns also locker aufgebraucht — noch bevor überhaupt Frühstücksmüsli, Joghurt oder Saft dazukamen, die ja auch nicht zuckerfrei sind.

Das war der Moment, in dem ich mich gefragt habe: Muss ich Mia jetzt das Eis verbieten? Muss ich der Spaßbremse-Mama werden, die im Sommer „nein“ sagt, während alle anderen Kinder am Kiosk anstehen? Die Antwort, die ich schließlich für uns gefunden habe, war ehrlich gesagt viel einfacher und viel schöner als ein Verbot: Ich habe angefangen, das Eis einfach selbst zu machen.

Warum gerade der tägliche Konsum das eigentliche Thema war

Ich will an dieser Stelle ehrlich sein, denn genau das hätte mir selbst am Anfang geholfen: Es geht nicht um das einzelne Eis. Es geht um das Muster dahinter. Ein Eis am Wochenende, beim Ausflug, auf dem Spielplatz mit den Großeltern — daran ändere ich bis heute nichts, und das muss auch niemand. Aber als aus dem Ausnahmemoment eine feste tägliche Gewohnheit wurde, hat sich bei mir etwas verschoben. Nicht aus Panik vor Zucker an sich, sondern weil ich gemerkt habe: Ich möchte, dass „Eis“ für Mia auch morgen noch etwas Besonderes bedeutet — und nicht einfach der nächste Programmpunkt zwischen Mittagessen und Abendbrot.

Und dann war da noch dieser kleine Nebeneffekt, den ich vorher gar nicht auf dem Schirm hatte: Mia hat nach dem Eis oft schlechter zu Abend gegessen. Kein Wunder, wenn schon einige Gramm Zucker im Bauch sind, bevor überhaupt der Teller mit Gemüse auf dem Tisch steht. Das war für mich am Ende der eigentliche Auslöser, genauer hinzuschauen — nicht die Sorge vor irgendeiner fernen Krankheit, sondern der ganz konkrete, gelangweilte Blick auf den Brokkoli um 18 Uhr.

Was ich zuerst probiert habe — und was gnadenlos schiefging

Eis selber machen - misslungener Versuch
Eis für Kinder selber machen ist beim ersten Versuch misslungen — KI-generiertes Bild

Damit du nicht glaubst, bei uns war von Anfang an alles Hochglanz-Familienglück: Mein erster Versuch war eine Katastrophe. Ich hatte gelesen, man könne einfach pürierte Banane einfrieren, in Förmchen füllen, fertig. Das Ergebnis war ein steinharter Eisblock, den man mit dem Hammer hätte bearbeiten müssen, und Mia hat nach dem ersten Lecken das Gesicht verzogen, als hätte sie in eine Zitrone gebissen. Zweiter Versuch: zu viel Datteln-Sirup, weil ich dachte, „natürlich süß“ heißt automatisch „darf ruhig mehr sein“ — falscher Trugschluss, den ich später auch in meiner Recherche bestätigt fand. Zucker bleibt Zucker, ob er aus der Dattel, dem Honig oder der Tüte kommt; er zählt beim Gesamtzuckerkonsum trotzdem mit.

Dritter Fehler, und der hat mich am meisten überrascht: Ich habe versucht, Mia beim ersten Anlauf einfach nur zusehen zu lassen, weil ich „schneller fertig werden“ wollte. Sie hat komplett das Interesse verloren und wollte am Ende doch lieber das Eis vom Kiosk. Erst als ich sie aktiv mitmachen ließ — Früchte in den Mixer werfen, den Deckel festhalten, die Form befüllen — kippte die Stimmung. Kinder wollen nicht nur essen, was gut für sie ist. Sie wollen dabei gewesen sein, wenn es entsteht.

Der Fehler, den ich am längsten nicht bemerkt habe

Es gab noch einen vierten Fehler, den ich erst nach Wochen erkannt habe: Ich habe das Eis immer nachmittags gemacht, direkt bevor es gegessen wurde — mit der Konsequenz, dass wir stundenlang auf die Kühlzeit warten mussten und Mia quengelig wurde, weil „gleich“ für ein vierjähriges Kind eben nicht drei Stunden bedeutet. Erst als ich das Eis-Machen auf den Vormittag verlegt habe, sodass es am Nachmittag fertig und gefroren war, wurde aus Wartefrust echte Vorfreude. Ein kleiner organisatorischer Kniff, der bei uns mehr gebracht hat als jedes noch so ausgefeilte Rezept.

Auch bei den Zutaten musste ich umlernen. Anfangs habe ich Tiefkühlobst genommen, weil es „praktischer“ schien — das Ergebnis war oft wässrig und geschmacklich flach. Reife, saisonale Früchte vom Markt oder aus dem Supermarkt, kurz vor dem Verarbeiten selbst eingefroren, machen einen spürbaren Unterschied in Konsistenz und Süße. Das kostet ein bisschen mehr Vorlauf, zahlt sich aber jedes Mal aus.

🔬 Was Studien und Fachleute zeigen

WHO-Leitlinie zum Zuckerkonsum (2015, weiterhin gültig): Freier Zucker sollte weniger als 10 Prozent der täglichen Kalorienzufuhr ausmachen, im Idealfall sogar unter 5 Prozent. Für Kinder bedeutet das je nach Alter zwischen etwa 25 und 35 Gramm am Tag — bei Kindern unter zwei Jahren raten Fachleute, zugesetzten Zucker ganz zu meiden. Was das für Mamas heißt: Es geht nicht darum, Zucker komplett zu verbannen, sondern die Menge im Blick zu behalten — ein selbstgemachtes Fruchteis mit natürlicher Süße ist da ein viel größerer Spielraum als ein Industrieprodukt.

Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Im Durchschnitt macht Zucker bei Kindern in Deutschland bereits 17,5 Prozent der täglichen Energiezufuhr aus — deutlich mehr als empfohlen. Was das für Mamas heißt: Du bist nicht allein, wenn der Alltag zuckriger läuft als geplant. Es lohnt sich trotzdem, an den täglichen Routinen wie dem Sommer-Eis anzusetzen, weil dort oft am meisten möglich ist.

Pädiatrische Fachliteratur zur Geschmacksentwicklung (u.a. pädiatrie schweiz, Forschungsübersicht zum kindlichen Zuckerkonsum): Kinder, die schon im Säuglings- und Kleinkindalter regelmäßig gesüßte Getränke oder Speisen bekommen, zeigen eine erhöhte Vorliebe für sehr Süßes bis mindestens ins zehnte Lebensjahr hinein. Was das für Mamas heißt: Je früher ein Kind auch den Geschmack von Frucht pur, leicht gesüßt mit Ahornsirup oder Dattel, kennenlernt, desto eher bleibt diese Vorliebe erhalten — ganz ohne Verzicht-Gefühl.

Forschungsinstitut für Kinderernährung (FKE), Alterstabellen zur empfohlenen „Süßigkeiten-Energie“: Für Kinder zwischen 4 und 6 Jahren liegt die empfohlene Menge an zusätzlicher „Süßes-Energie“ bei rund 140 Kalorien am Tag, das entspricht ungefähr 35 Gramm Zucker. Was das für Mamas heißt: Ein selbstgemachtes Eis aus Joghurt und Frucht mit wenig Süßungsmittel passt oft locker in diesen Rahmen — ein Kiosk-Eis am Stiel häufig schon allein.

Der Wendepunkt: als aus Pflicht plötzlich Vorfreude wurde

Es war ein Dienstagnachmittag, Mia war gerade viereinhalb, als ich zum ersten Mal wirklich etwas anders gemacht habe. Statt heimlich in der Küche zu werkeln, während sie fernsah, habe ich sie an den Tisch geholt und gesagt: „Wir bauen uns jetzt unser eigenes Eis.“ Sie hat die Erdbeeren selbst in den Mixer geworfen — mit deutlich zu viel Begeisterung, es flog Fruchtmus bis an die Decke — und dann durfte sie den Knopf drücken. Genau in diesem Moment habe ich verstanden, worum es eigentlich geht: nicht darum, ihr etwas „Gesundes“ unterzujubeln, sondern ihr zu zeigen, dass sie selbst mitentscheiden kann, was in ihrem Essen steckt.

Seitdem ist zuckerfreies Eis bei uns kein Kompromiss mehr, sondern ein festes Sommerritual geworden — meistens freitagvormittags, wenn die Kita früher aus ist und wir am Nachmittag noch Zeit zum Gefrieren haben. Wir haben mittlerweile zehn Sorten, die bei uns wirklich funktionieren, weil Mia (und inzwischen auch ihr kleiner Bruder Ben, der mit zwei Jahren am liebsten alles probiert, was rosa ist) sie sich selbst „ausgesucht“ haben:

Wie so ein Freitagnachmittag bei uns heute aussieht

Ben sitzt auf dem Hochstuhl am Küchentresen, Mia steht auf ihrem Tritt daneben. Ich lege drei, vier Zutaten bereit — meistens gefrorene Banane, ein Schuss Joghurt, eine Handvoll Beeren — und lasse die beiden entscheiden, in welcher Reihenfolge alles in den Mixer wandert. Mia zählt inzwischen selbst die Löffel Ahornsirup mit, „nicht zu viel, sonst schmeckt’s komisch“, hat sie mir letztens erklärt, als hätte sie die WHO-Empfehlung persönlich gelesen. Es dauert insgesamt vielleicht zwanzig Minuten, inklusive Aufräumen der Küche, die danach aussieht, als hätte ein kleiner Sturm sie heimgesucht. Aber genau dieses kleine Chaos gehört für mich inzwischen zum Sommer dazu wie das Eis selbst.

  • Frisches Erdbeereis (sofort genießbar, keine Kühlzeit nötig) Dafür musst du nur 60 g TK-Erdbeeren mit einer reifen Banane mixen und schon kannst du es genießen, durch die gefrorenen Erdbeeren ist es schön kalt und durch die Banane süß und cremig.
  • Beeren-Joghurt-Eis, dazu nimmst du 200 g ungesühnten Joghurt oder eine pflanzliche Alternative wie Cocosjoghurt und ca. 100 g TK-Beerenmix, mixen und in die Eisformen* einfüllen und für mindestens 4 Stunden in den Gefrierschrank stellen.
  • Vanille-Sorbet, dafür brauchst du 200 ml Mandeldrink, mit dem Mark von einer Vanilleschote (alternativ Vanillepulver) und etwas Ahornsirup oder 1-2 Datteln mixen dann in eine Glasdose mit Deckel füllen und in den Gefrierschrank stellen, am besten alle 30 Min umrühren, damit es cremiger wird oder einfach in die Eisformen füllen und für 4 Stunden einfrieren.
  • Bananen-Schoko-Eis, unser Klassiker, dafür brauchst du 2 reife Bananen, in Scheiben schneiden und erstmal einfrieren. Die gefrorene Banane mit 1-2 Esslöffel ungesüßten Kakaopulver im Mixer mixen und sofort genießen. Meine Kinder lieben noch Schokostreusel oben drauf. Oder du kannst das fertige Eis mit einer Scholaden-Schicht überziehen.
  • Mango-Kokos-Eis, unser Sommerurlaubs-Favorit, dafür brauchst du 200 g Kokosjoghurt und 150 g Mango (frisch oder gefroren), alles mixen und in die Eisformen* füllen. Für mindestens 4 Stunden einfrieren.
  • Bananen-Ananas-Eis, süß-säuerlich und total lecker, dafür einfach 1 Banane in Scheiben schneiden und einfrieren und mit 100 g gefrorenen Ananasstückchen mixen. Auch dieses Eis könnt ihr dann sofort genießen oder ebenfalls in Eisformen füllen und für später im Gefrierschrank aufbewahren.
  • Joghurt-Heidelbeer-Eis, dazu nimmst du 200 g ungesühnten Joghurt oder eine pflanzliche Alternative wie Kokossjoghurt und ca. 100 g TK-Heidelbeeren, mixen und in die Eisformen* einfüllen und für mindestens 4 Stunden in den Gefrierschrank stellen
  • Himbeer-Skyr-Eis, proteinreich für nach dem Spielplatz für Kind und die Mama, hierfür 200 g Skyr und 200g Himbeeren alternativ mit etwas Ahornsirup* mixen und in Eisformen* für 4 Stunden einfrieren.
  • Zitronen-Basilikum-Eis, ausgefallen und erfrischend für uns Erwachsene, 200 ml Mandeldrink mit Zitronensaft aus 1 Zitrone, etwas Honig oder Agavendicksaft* und ein paar Basilikumblätter mixen und in die Eisformen füllen, für 4 Stunden einfrieren und genießen.
  • Spinat-Mango-Eis — ja, wirklich, und Mia liebt genau das grüne Aussehen daran. Spinat ist ein sehr dankbares Gemüse, weil es sehr mild schmeckt, deswegen kann man das wunderbar mit Obst mischen, du nimmst eine gute Handvoll Baby-Spinat und ca. 150 g Mango (frisch oder gefroren) 100 ml Mandeldrink und mixt es zu einer sämigen Masse. Füllst es in Eisformen* und stellst es für 4 Stunden in den Gefrierschrank.
💛 Die meisten Mamas denken, der tägliche Eis-Wunsch im Sommer sei ein Kompromiss, den man eingehen oder verweigern muss. Dabei ist genau dieser Wunsch die beste Einladung, die es gibt: In dem Moment, in dem ein Kind unbedingt Eis will, will es auch am meisten mitmachen — und genau dann kannst du am leichtesten mitgestalten, was wirklich drinsteckt.

Leckere Auswahl an selbstgemachtem Eis
Leckere Auswahl an selbstgemachtem Eis— KI-generiertes Bild

Was ich heute anders mache als in diesem ersten Sommer

Ich plane das Eis-Machen inzwischen fest ein, statt es spontan „wenn Zeit ist“ zu erledigen — für Mia ist genau diese Vorhersehbarkeit wichtig geworden, sie fragt schon mittwochs, welche Sorte es am Freitag gibt. Ich habe außerdem gelernt, die Süße über die Frucht selbst zu steuern: reife Bananen oder Mango brauchen fast gar kein zusätzliches Süßungsmittel, während Zitrone oder Spinat etwas mehr Ahornsirup oder eine Dattel vertragen. Und ich habe aufgehört, ein „perfektes“ zuckerfreies Ergebnis zu erwarten — manchmal landet doch ein Schuss Schokolade im Bananeneis, und das ist okay, solange es die Ausnahme bleibt und nicht die tägliche Basis.

Am meisten verändert hat sich aber unsere Einstellung zum Kiosk-Eis selbst: Es ist jetzt etwas Besonderes für den Ausflug, nicht mehr die tägliche Regel. Genau das entspricht übrigens auch dem, was Kinderärzte oft empfehlen: Süßigkeiten nicht komplett verbieten, sondern ihnen ihren besonderen Charakter zurückgeben, statt sie zum Alltag zu machen.

Wie ich mit Bens Kleinkind-Alter anders umgehe als mit Mias erstem Sommer

Bei Ben, der jetzt zwei ist, mache ich einiges bewusst anders, als ich es bei Mia im gleichen Alter getan habe. Damals wusste ich schlicht nicht, dass Fachleute empfehlen, zugesetzten Zucker bei Kindern unter zwei Jahren möglichst ganz zu vermeiden — heute bekommt Ben sein Eis komplett ohne Ahornsirup oder Dattel, nur aus purer, reifer Frucht. Er merkt den Unterschied nicht, weil er nie etwas anderes kennengelernt hat, und genau das war für mich die eigentliche Erleichterung: Je früher man anfängt, desto weniger muss man später „umgewöhnen“.

Bei Mia dagegen, die mit Kioskeis groß geworden ist, bevor wir umgestellt haben, war anfangs etwas mehr Geduld nötig. Die ersten selbstgemachten Sorten fand sie „zu wenig süß“, bis sie sich über einige Wochen an die natürlichere Süße gewöhnt hat. Heute, mit fast fünf, sagt sie manchmal von sich aus, das Kiosk-Eis sei ihr „zu süß“ — ein Satz, den ich vor zwei Jahren nicht für möglich gehalten hätte.

💡 Meine Tipps, wenn du gerade selbst mitten im Eis-Sommer steckst

1. Fang mit der einfachsten Sorte an, nicht der ausgefallensten. Frisches Erdbeereis ohne Kühlzeit war unser Einstieg — es geht schnell, es klappt fast immer, und dein Kind sieht das Ergebnis sofort. Erfolgserlebnis vor Perfektion.

2. Lass die Süße von der Frucht kommen, nicht vom Sirup. Reife, süße Früchte wie Banane, Mango oder gefrorene Weintrauben brauchen oft gar kein zusätzliches Süßungsmittel. Erst probieren, dann nachsüßen — nicht umgekehrt.

3. Gib deinem Kind eine echte Aufgabe, keine Zuschauerrolle. Früchte in den Mixer werfen, den Knopf drücken, die Form befüllen — schon ab etwa drei Jahren können Kinder das mit etwas Hilfe übernehmen, und genau das entscheidet, ob das Eis am Ende auch wirklich gegessen wird.

4. Mach zuckerfreies Eis zum festen Ritual statt zur Spontanaktion. Ein fester Tag in der Woche nimmt dir den Alltagsdruck und gibt deinem Kind etwas Verlässliches zum Vorfreuen.

5. Nimm dem Kiosk-Eis nichts weg, sondern gib ihm einen Platz. Ein Eis beim Ausflug oder Kindergeburtstag bleibt etwas Besonderes — und genau das macht es leichter, im Alltag zur Hausgemachten Variante zu greifen.

⚕️ Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche oder hebammliche Beratung. Bei Fragen zur Gesundheit deines Kindes oder zu dir wende dich bitte an eine Fachperson.

Was uns das Eis-Machen leichter gemacht hat

Ganz ehrlich: Ohne die richtige Ausstattung hätte ich das Eis-Ritual vermutlich nach dem zweiten missglückten Versuch wieder aufgegeben. Zwei Dinge haben bei uns wirklich den Unterschied gemacht.

💗 Meine Empfehlung

Ein leistungsstarker Mixer

Gefrorene Bananen oder harte Mango-Stücke klein zu bekommen, war mit unserem alten Handmixer eine Qual — und die meisten Kinder wollen keine Stückchen in ihrem Eis. Seit wir einen kräftigeren Standmixer haben, ist aus fünf Minuten Warten ein einziger kurzer Moment geworden. Ein ehrlicher Nachteil: Er ist nicht leise, und mein Sohn hält sich beim Einschalten manchmal die Ohren zu. Für Familien mit Kindern ab etwa drei Jahren, die aktiv mitmixen wollen, war er für uns trotzdem die beste Anschaffung des Sommers.

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💗 Meine Empfehlung

Eisformen für kleine Hände

Unsere ersten Förmchen waren zu schmal und ließen sich kaum lösen, ohne dass alles zerbröselte — frustrierend für ein vierjähriges Kind, das sein Werk stolz präsentieren will. Breitere Silikonformen mit stumpfem Stiel lassen sich inzwischen auch von Ben, unserem Zweijährigen, fast selbst aus der Form drücken. Nachteil: Sie brauchen im Gefrierfach mehr Platz als klassische Eis-am-Stiel-Formen. Für Familien, die öfter mehrere Sorten gleichzeitig einfrieren wollen, hat sich das für uns trotzdem gelohnt.

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Häufige Fragen zu zuckerfreiem Eis für Kinder

Wie lange hat das bei euch gedauert, bis es zur Routine wurde?

Ehrlich gesagt hat es bei uns etwa sechs bis acht Wochen gebraucht, bis das gemeinsame Eis-Machen sich wie ein selbstverständliches Ritual angefühlt hat und nicht mehr wie eine zusätzliche Aufgabe. Die ersten zwei, drei Male waren holprig — erwarte also nicht, dass es sofort reibungslos läuft.

Geht zuckerfreies Eis auch bei älteren Kindern noch, oder ist es dann schon zu spät?

Es ist nie zu spät. Auch wenn die Vorliebe für sehr süße Speisen sich schon in den ersten Lebensjahren stärker prägt, können auch Schulkinder oder Vorschulkinder neue Geschmackserfahrungen machen — es braucht bei ihnen manchmal nur mehr Wiederholung und Mitbestimmung, welche Sorte als Nächstes drankommt.

Was, wenn mein Kind das selbstgemachte, zuckerfreie Eis partout nicht essen will?

Das kam bei uns anfangs öfter vor, besonders beim Spinat-Mango-Eis. Ich habe gelernt, nicht zu drängen, sondern kleine Mengen anzubieten und die Enttäuschung auszuhalten, wenn eine Sorte nicht ankam. Meist hat eine der einfacheren, fruchtigeren Sorten am Ende doch überzeugt.

Ist zuckerfreies Eis mit Ahornsirup oder Datteln wirklich gesünder als gekauftes Eis?

Zucker bleibt Zucker, egal aus welcher Quelle — das habe ich bei meiner Recherche selbst gelernt. Der Unterschied liegt eher darin, dass du bei selbstgemachtem Eis die Menge genau kennst und steuerst, während in Fertigprodukten oft zusätzlich Verdickungsmittel, Emulgatoren und deutlich mehr Zucker stecken, als man beim Naschen vermutet.

Ab welchem Alter kann mein Kind beim zuckerfreien Eis wirklich aktiv mithelfen?

Ab etwa drei Jahren können Kinder mit Anleitung schon Früchte in den Mixer geben oder die Form befüllen. Jüngere Geschwister, bei uns Ben mit zwei Jahren, können zumindest schon zuschauen und die fertige Masse in kleine Becher löffeln — auch das schafft schon Mitgestaltungsgefühl.

PureMomFlow

Mama von zwei Kindern, die ehrlich über den Alltag schreibt — inklusive aller Küchen-Fehlversuche. Seit diesem Sommer bekannt in der Nachbarschaft fürs Eis für Kinder selber machen, ganz ohne erhobenen Zeigefinger.

*Es handelt sich um einen Affiliate-Link. Wenn du darüber etwas kaufst, erhalte ich eine kleine Provision, die mir hilft, die Hosting-Kosten meines Blogs zu decken – für dich bleibt der Preis selbstverständlich gleich.
Hinweis: Einige Beitragsbilder auf dieser Website wurden mit KI erstellt und dienen nur zur Illustration.

 

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